Das Naalbinding oder Nadelbinden ist eine sehr alte Handarbeit. Ich nenne es immer den Vorläufer vom Häkeln. Bei den Wikingern hat man Handschuhe und Socken ausgegraben, die in dieser Technik gearbeitet waren. Bei einem Handarbeitstreffen vom Flinkhand-Forum hat mir Xiabeau einen Stich, den Oslo-Stich, beigebracht. Es gibt nämlich unterschiedliche Sticharten.
Hier habe ich ein Oval begonnen. Es soll das Käppchen für meine Socken werden. Zum Nadelbinden braucht man eine etwa 8 - 12 cm lange Holznadel, die man sich ganz leicht selber machen kann.
Als erstes steckt man den Daumen durch die Daumenschlaufe. Es gibt auch noch Stiche ohne diese Schlaufe, die ich aber noch nicht kenne.
Mit der Holznadel sticht man von unten her in die nächste Schlinge.
Dann in die Schlinge hinter der Daumenschlaufe. Ebenfalls von unten her.
Dann muss man von hinten oben in die Daumenschlaufe stechen.
Das ganze zieht man dann links nach unten durch.
Und weiter geht es mit der nächsten Masche.

Naalgebundene Handschuhe - vorne offen...

Ein Beutel Indigo-gefärbt

Hier meine ersten Naalgebundenen Socken. Sehr dick, warm und bequem!


Nadelgebundenes Handytäschchen - 50% Maulbeerseide und 50% Merino Nm 1,8 Dochtgarn von Traub. Nach dem Nadelbinden in der Waschmaschine verfilzt.


Das ist meine erste Mütze, die ich mit der Nadel gebunden habe.

Eine super Anleitung mit Fotos findet man auf Bernhards Nadelbinder Seite.
Dort gibt es auch eine Nadelbinderliste, in die man sich eintragen kann.

Auch auf der Seite von Flinkhand.de ist eine gute Anleitung.

Und ein Nadelbinder-Treffen wird auf der Nadelbindung.de organisiert.