Schafe... unbekannte Wesen für mich. Zwar arbeite ich schon lange mit ihren Haaren und weiß einiges über verschiedene Rassen und Wollarten, aber die Tiere an sich sind mir völlig fremd.
Wenn ich als Kind in den Sommerferien bei meiner Tante in Spiegelberg war, da sahen ich und mein Cousin oft den Schäfer vorbeiziehen und wir rannten ihm immer nach und begleiteten die Herde ein Stück. Das war aber auch schon mein einziger Kontakt zu den wunderbaren Felltieren.

Nun, da ich viel mit Schafwolle arbeite, wollte ich unbedingt einmal bei einer Schafschur zusehen. Ich erinnerte mich an die Kinderzeit und fragte meinen Onkel, ob es den Schäfer noch gibt. Nach einigen Recherchen fand ich die Telefonnummer heraus und fragte an, ob ich einmal beim Schären zusehen durfte. Unheimlich nett war die Frau des Schäfers und sie versprach mir, mich anzurufen, wenn es Zeit für die Schafschur war. Und Frau Steinle hatte es nicht vergessen und rief mich dann im Mai 2006 tatsächlich an und ich durfte kommen. Total lieb von ihr!

Mit meinem Sohn Dominik machten wir dann einen kleinen Ausflug nach Ilsfeld zum Schafstall. Ich war total begeistert. Soooo viele Schafe. Ich habe gesehen, daß so eine Schafschur wirklich echte Knochenarbeit ist. Da werden kurz mal Schafe von bis zu 70 Kilo herumgehieft und gedreht und gewendet - wies eben für das Scheren am Einfachsten ist. Die Schafe verhielten sich sehr ruhig und ließen die Prozedur mit sehr wenig Gegenwehr über sich ergehen.

Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei der Familie Steinle bedanken, daß ich zusehen durfte. Das Allerschönste für mich war, daß ich ein ganz kleines Lamm im Arm halten durfte.

Mehr Fotos vom Schafstall und der Schur kann man ansehen, wenn man auf das Schaf rechts klickt....